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Die Grenzen der Beschäftigung in der deutschen Industrie verschwinden: Branchenlogik jenseits der Statistik
Während die Statistikbehörden das verarbeitende Gewerbe weiterhin über die „Branchenklassifikation“ definieren, haben die realen Produktionsaktivitäten die Branchengrenzen längst überschritten. Das CEPR hat anhand deutscher Arbeitsmarktdaten festgestellt, dass ein beträchtlicher Anteil der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe tatsächlich von Dienstleistungsunternehmen getragen wird – Ingenieure entwerfen Fertigungsstraßen in Softwarefirmen, Techniker nehmen Anlagen bei Engineering-Dienstleistern in Betrieb. Die Zunahme dieser „verdeckten Fertigung“ bedeutet nicht nur, dass die herkömmliche Beschäftigungsstatistik die tatsächliche Größe der deutschen Industrie unterschätzt, sondern deutet auch darauf hin, dass sich die Kernwettbewerbsfähigkeit von „Made in Germany“ von der Fabrikhalle in Richtung Forschung und Entwicklung, Digitalisierung und Systemintegration verlagert.
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